IT (Informationstechnologie) und Kultur – was hat das miteinander zu tun?

Auf den ersten Blick scheinen es völlig konträre Bereiche zu sein. Abgesehen von experimentellen Künstlern, die moderne Werke mit Hilfe von Computerberechnungen schaffen, scheint die Kulturwelt nichts mit IT am Hut zu haben. Bei einer genaueren Betrachtung aber sind deutliche Berührungspunkte zu erkennen.

Das kulturelle Angebot ist so vielfältig, dass viele Künstler und Kulturorganisationen in direkter Konkurrenz stehen. Sie kämpfen um begrenzte Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie um die Gunst des Publikums. Die Bürger sind zwar bereit, Geld und Freizeit in Besuche von Kulturveranstaltungen zu investieren. Das Angebot des Kulturmarkts aber übersteigt die Nachfrage um ein Vielfaches. Um sich behaupten zu können, müssen Kulturschaffende sich den Regeln des Marktes stellen.
Das Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass Kulturorganisationen sparsam mit ihren Ressourcen wirtschaften müssen und ein wachsames Auge auf die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben benötigen. Das erfordert nicht nur eine saubere Buchführung, sondern auch eine permanente Verbesserung der internen Kostenstrukturen, um auch in Zukunft anspruchsvolle Projekte umsetzen zu können. Dadurch ist seit Ende letzten Jahrhunderts ein neues Berufsbild entstanden, das des Kulturmanagers.

Der Kulturmanager ist nicht nur für den optimalen Einsatz von finanziellen, materiellen und personellen Ressourcen verantwortlich, sondern er berücksichtigt auch kultursoziologische und künstlerische Aspekte. Im Kern aber ist seine Hauptaufgabe die Anwendung der Betriebswirtschaftslehre für den Kulturbetrieb und damit der Einsatz von IT, die in der modernen Betriebswirtschaft unabdingbar geworden ist.
Und damit schließt sich der Kreis. Ein erfolgreicher Kulturbetrieb erfordert effiziente IT-Systeme nicht nur für Buchführung, Veranstaltungsmanagement, Erstellung von Webseiten, Online-Portalen oder Druckvorlagen, sondern auch für Expertisen im Bereich Projektmanagement und Ablauforganisation.