Angesichts der ständig sinkenden Zuschüsse der Öffentlichen Hand müssen sich Kulturbetriebe verstärkt der Instrumente der Betriebswirtschaftslehre bedienen, um sich auf dem Markt der Kulturwirtschaft behaupten zu können. Dies betrifft neben den großen Kulturinstitutionen wie Opernhäuser, Theater, Museen zunehmend die kleinen Organisationen wie Laientheater, Liebhaberorchester, soziokulturelle Zentren, Vereine.
Kulturmanagement ermöglicht die „Schaffung innovativer Milieus und kommunikativer Netzwerke zur Entfaltung kultureller Aktivitäten oder künstlerischer Aktionen in komplexen sozialen, medialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen“ (1). Um das zu erreichen, nutzt Kulturmanagement das Instrumentarium moderner Wirtschaftunterunternehmen, passt es den Bedürfnissen von Kulturbetrieben an und bewältigt damit den „Komplex von Steuerungsaufgaben, die bei der Leistungserstellung und -sicherung in Kulturorganisationen erbracht werden müssen“ (2).
Zum Beispiel findet Kulturmanagement Finanzierungsmöglichkeiten für kulturelle Projekte, bietet Grundlagen für die Programmgestaltung durch Kundensegmentierung oder weist Wege auf für die Publikumsbindung mittels Möglichkeiten des Internet, vor allem Web 2.0.
Insgesamt umfasst Kulturmanagement ein sehr breites Tätigkeitsfeld, wie Rechnungswesen, Controlling, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Organisation, Sponsoring, Führung, Prozessmanagement und Kommunikationsmanagement.
Auf all diesen Gebieten habe ich in langjähriger Managementtätigkeit in der Wirtschaft, in letzter Zeit auch im Öffentlichen Bereich, fundiertes Wissen und einschlägige Erfahrungen gesammelt. Dass diese Erfahrungen einem Kulturbetrieb sehr förderlich sind, habe ich als Vorstand eines Liebhaberorchesters, dem ich seit über 20 Jahren als Kontrabassist angehöre, überzeugend ausprobiert und gleichzeitig für mich selbst ein sehr reizvolles Tätigkeitsfeld entdeckt. Das hat mich dazu bewogen, in einem Kontaktstudium am Institut für Kulturmanagement in Ludwigsburg mein Management-know-how weiter in diese Richtung zu spezialisieren.
Zwischenzeitlich habe ich einen weiteren erfolgreichen „Probelauf“ absolvieren können als Berater des Soziokulturellen Zentrums franz. K in Reutlingen. Gerne stelle ich meine Dienste als Kulturmanager anderen Kulturbetrieben zur Verfügung und freue mich über Anfragen.
(1) Lutz Schmidt: „Vom Verlust der Autonomie. Interessen zwischen Management und Kultur“; Berlin 1993, Seite 32)
(2) Georg Schreyögg: Normensysteme der Managementpraxis; in: „Zur Theorie des Kulturmanagements“, Hrg. Max Fuchs; Remscheid 1993, Seite 27)